Installation der Active Directory-Domänendienste in Server Manage
Die Installation der Active Directory-Domänendienste über den Server-Manager ist die Standardmethode für die Bereitstellung auf Windows Server-Systemen mit grafischer Benutzeroberfläche.
Bevor Sie beginnen, weisen Sie dem Server eine statische IP-Adresse zu und legen Sie seine eigene Adresse als bevorzugten DNS-Server fest. Dies ist die häufigste Fehlerquelle bei der Einrichtung eines neuen Domänencontrollers.
Öffnen Sie zunächst den Server-Manager. Wählen Sie im Bereich „Verwalten“ oder auf der Startseite des Managers die Option „Rollen und Features hinzufügen“.

Der „Assistent zum Hinzufügen von Rollen und Features“ wird geöffnet. Verwenden Sie ihn, um die AD DS-Rolle zu installieren. Überspringen Sie die erste Phase „Bevor Sie beginnen“ und klicken Sie direkt auf „Weiter“.
Wählen Sie auf der Seite „Installationstyp“ die standardmäßig ausgewählte Option „Rollenbasierte oder featurebasierte Installation“ aus und klicken Sie auf „Weiter“.

Wählen Sie auf der Seite „Serverauswahl“ den Server aus, auf dem Sie die AD DS-Rolle installieren möchten. In dieser Liste können mehrere Server angezeigt werden, die zentral über eine einzige Konsole verwaltet werden können. Die Rolle kann auch auf einer Offline-VHD installiert werden. Wählen Sie in diesem Beispiel Ihren lokalen Server aus. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.

Wählen Sie auf der Seite „Serverrollen“ in der Liste der verfügbaren Rollen „Active Directory-Domänendienste“ aus. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.

Bestätigen Sie anschließend die Installation der für AD DS erforderlichen zusätzlichen Features, indem Sie auf „Features hinzufügen“ klicken.

Auf der Seite „Features“ können Sie bei Bedarf weitere Features hinzufügen. Wenn Sie nichts weiter benötigen, klicken Sie direkt auf „Weiter“.

Die Seite „Active Directory-Domänendienste“ enthält informative Hinweise. Klicken Sie auf „Weiter“.

Überprüfen Sie auf der Seite „Bestätigung“ die Auswahl und klicken Sie auf „Installieren“.

Nach der Bestätigung wird ein Fenster mit dem Fortschritt der Rolleninstallation angezeigt.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, klicken Sie auf der Startseite des Server-Managers auf das Benachrichtigungssymbol mit dem Warnsymbol neben dem Menü „Verwalten“.

Durch die Installation der Rolle werden lediglich die Binärdateien der Active Directory-Domänendienste auf dem Server installiert. Eine Domäne wird dadurch nicht erstellt, und der Server wird zu diesem Zeitpunkt nicht neu gestartet. Um die Domäne zu erstellen, fahren Sie mit dem zweiten Schritt fort und stufen den Server zu einem Domänencontroller herauf.
Wählen Sie „Diesen Server zu einem Domänencontroller heraufstufen“.
Das Fenster „Assistent für die Konfiguration der Active Directory-Domänendienste“ wird geöffnet.
Wählen Sie auf der Registerkarte „Bereitstellungskonfiguration“ den Bereitstellungsvorgang aus, wählen Sie „Neue Gesamtstruktur hinzufügen“ und geben Sie den Namen der Stammdomäne Ihrer Organisation ein. Der Name darf nicht aus einem einzelnen Wort bestehen und muss daher mindestens einen Punkt enthalten, zum Beispiel corp.example.com. Der Domänenname muss in Ihrem Netzwerk eindeutig sein. Es wird dringend empfohlen, eine Subdomäne einer öffentlichen Domäne zu verwenden, die Sie bereits kontrollieren, beispielsweise corp.example.com oder ad.company.com. Nachdem Sie den Namen angegeben haben, klicken Sie auf „Weiter“.
Vermeiden Sie bei einer neuen Domäne das Suffix .local und andere erfundene Top-Level-Zonen. Microsoft rät seit 2012 davon ab, da .local mit Multicast-DNS (mDNS/Bonjour) kollidiert, das von macOS, Linux und vielen Netzwerkgeräten verwendet wird. Dies kann zu Problemen bei der Namensauflösung führen. Verwenden Sie stattdessen eine Subdomäne einer Domäne, die Sie kontrollieren, beispielsweise corp.example.com.

Wählen Sie auf der Registerkarte „Domänencontrolleroptionen“ die Standardoptionen und geben Sie das Kennwort für den Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus ein. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.

Anschließend wird die Seite „DNS-Optionen“ angezeigt. Klicken Sie auf „Weiter“. Die hier angezeigte Warnung können Sie ignorieren, da die übergeordnete DNS-Zone für eine neue Gesamtstruktur noch nicht vorhanden ist.

Überprüfen Sie auf der Registerkarte „Zusätzliche Optionen“ den NetBIOS-Domänennamen und ändern Sie ihn bei Bedarf. Standardmäßig wird er aus dem ersten Teil des Domänennamens übernommen, beispielsweise CORP aus corp.example.com. In den meisten Fällen können Sie ihn unverändert lassen.

Auf der Registerkarte „Pfade“ können Sie den Standardspeicherort der Systemordner von Active Directory beibehalten. Klicken Sie auf „Weiter“.

Überprüfen Sie auf der Seite „Optionen überprüfen“ die angegebenen Einstellungen, die angewendet werden. Wenn die Einstellungen korrekt sind, klicken Sie auf „Weiter“.

Der letzte Schritt vor der Installation ist die „Überprüfung der Voraussetzungen“. Wenn in diesem Schritt Fehler angezeigt werden, kehren Sie zu den vorherigen Schritten zurück und beheben Sie diese. Warnungen verhindern die Installation nicht immer, sollten jedoch vor dem Fortfahren überprüft werden. Klicken Sie auf „Installieren“.

Die AD DS-Konfiguration wird nun angewendet.

Nach Abschluss der Heraufstufung wird der Server automatisch neu gestartet, um die Änderungen anzuwenden. Sobald der Server wieder verfügbar ist, ist der Domänencontroller einsatzbereit und Sie können sich mit den Domänenanmeldeinformationen anmelden. Anschließend können Sie Benutzer, Computer und Gruppenrichtlinien erstellen.
