Wenn Branchenriesen die Zielpfosten verschieben, wird Agilität zu einem primären Wettbewerbsvorteil. In dieser Fallstudie wird untersucht, wie ein IT-Studio aus Serbien nicht nur Hardware- und Hosting-Anbieter austauschte, sondern seine Infrastruktur komplett überarbeitete und dem Lizenzierungsdruck eines proprietären Hypervisors zugunsten des offenen und skalierbaren Proxmox-Ökosystems entging.

Kontext
Der Kunde ist ein schnell wachsendes IT-Studio mit Sitz in Serbien, das sich auf die Entwicklung und den Support für Projekte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden spezialisiert hat. Lange Zeit arbeitete das Unternehmen mit einer kostenpflichtigen Hypervisor-Umgebung. Jüngste Änderungen in der Lizenzpolitik des Anbieters und bei den Produktkosten führten jedoch zu der Entscheidung, die Plattform zu wechseln und die Infrastrukturausgaben zu optimieren.
Während die Umzugspläne schon seit einiger Zeit in Erwägung gezogen wurden, war der endgültige Auslöser die erste Veröffentlichung von Proxmox Datacenter Manager. Der Kunde benötigte ein Tool, mit dem er seine Serverflotte so bequem wie mit der vorherigen Plattform verwalten konnte, jedoch ohne die "Markensteuer".
Konfiguration der Infrastruktur
Für das Projekt wurde eine verteilte Architektur gewählt:

Die Herausforderung
Die Hauptschwierigkeit für den Kunden war nicht die Hardware selbst, sondern der Mangel an spezifischem Fachwissen. Die Mitarbeiter des Studios waren mit dem vorherigen Virtualisierungs-Ökosystem für Routineaufgaben hinreichend vertraut, aber sie hatten noch nie intensiv mit Proxmox VE gearbeitet.
Das eigenständige Navigieren durch die Feinheiten der VM-Migration - insbesondere Windows-Instanzen mit ihren spezifischen Treiberanforderungen - und die Konfiguration virtueller Netzwerke und Bridges in Proxmox hätte wochenlanges Ausprobieren erfordert und zu erheblichen Ausfallzeiten geführt. Außerdem musste die komplexe virtuelle Netzwerktopologie, die ursprünglich auf der alten Plattform eingerichtet war, neu erstellt werden.
Die Lösung
INTROSERV schlug ein "Infrastructure as a Service + Managed Support"-Modell vor.
- Schlüsselfertige Migration: Die INTROSERV-Systemadministratoren, die auf das Proxmox-Ökosystem spezialisiert sind, übernahmen die Migration aller VMs. Dabei kamen bewährte Migrationstools zum Einsatz, darunter das native Proxmox VE-Migrationsprogramm. Die ordnungsgemäße Funktionalität der VirtIO-Treiber wurde sichergestellt, um eine stabile Systemleistung zu gewährleisten.
- Ökosystem-Ansatz: Anstelle von fragmentierten Hypervisoren wurde ein einheitliches System auf Basis von Proxmox-Lösungen aufgebaut. Der Proxmox Backup Server wurde mit allen Virtualisierungshosts verbunden, wobei Backup und Deduplizierung so konfiguriert wurden, dass die Netzwerklast radikal reduziert wurde. Der Backup-Host wurde mit einem fehlertoleranten Disk-Array ausgestattet, um maximale Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
- Zentralisierte Überwachung: Zabbix wurde auf einem eigenständigen, zuverlässigen VPS implementiert, um den Zustand von Host und Umgebung zu überwachen. Gleichzeitig wurde der neue Proxmox Datacenter Manager implementiert, um alle Ökosystem-Hosts von einem einzigen Fenster aus zu verwalten.
- Netzwerkkonnektivität: Alle Server an ihren jeweiligen Standorten wurden in ein gemeinsames lokales Netzwerk integriert, so dass VMs direkt miteinander kommunizieren können.
Know-how als Wachstumskatalysator
Der Hauptvorteil dieses Projekts lag nicht nur in der Optimierung der Lizenzkosten, die in der Tat beträchtlich waren, sondern auch in der rasanten Geschwindigkeit der technologischen Transformation. Die Zusammenarbeit mit INTROSERV ermöglichte es dem Kunden, seinen Infrastruktur-Stack "on the fly" auszutauschen, ohne dass es zu größeren Betriebsunterbrechungen kam.
Die wichtigsten Vorteile für den Kunden:
- Aufrechterhaltung der betrieblichen Effizienz: Durch die Auslagerung der technischen Migrationsaufgaben konnte sich das interne Team des Kunden voll und ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren, anstatt abrechenbare Stunden mit der Einarbeitung in eine neue Plattform zu verbringen.
- Minderung der Implementierungsrisiken: Durch die Nutzung von externem Fachwissen entfiel die Phase des "Lernens durch Fehler". Der Kunde erhielt eine validierte, getestete Umgebung und umging damit die Risiken, die für selbstverwaltete Migrationen typisch sind.
- Umfassendes Infrastrukturprodukt: Anstelle von getrennten Servern erhielt der Kunde ein einsatzbereites Ökosystem (Verwaltung, Sicherung, Überwachung). Dadurch wurde der Weg von der Migrationsentscheidung bis zur vollen Betriebsbereitschaft erheblich verkürzt.
- Zugang zu umfassendem Fachwissen: Das Servicemodell bietet dem Kunden einen zuverlässigen technischen 24/7-Support. Dies garantiert die Stabilität der Proxmox VE-Infrastruktur, ohne dass der interne Personalbestand erweitert werden muss.
Migrieren Sie auf eine neue Lösung oder bauen Sie Ihre Infrastruktur von Grund auf neu auf? Überlassen Sie es uns: Wir prüfen Ihre Systeme und entwickeln einen optimalen, schlüsselfertigen Übergangsplan für Proxmox.